Dr. Esme Winter-Froemel

Zuletzt aktualisiert am 12.04.2014

Forschungsprojekte zum Wortspiel

Wissenschaftliches Netzwerk WI 3826/1-1:

Dynamik des Wortspiels: Sprachkontakt, sprachliche Kreativität, Sprecher-Hörer-Interaktion

Projektförderung durch die DFG, 2014-2016

Leitung: Dr. Esme Winter-Froemel

 

Wissenschaftliches Netzwerk mit linguistischem Schwerpunkt unter Beteiligung von Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Komparatistik, Mediävistik, Theaterwissenschaft, Anglistik, Germanistik, Romanistik.

Das Wortspiel kann als eine wichtige Manifestationsform sprachlicher Dynamik angesehen werden. Indem es überraschende, aber gleichzeitig motivierte Verbindungen zwischen Elementen der Sprache herstellt oder in Erinnerung ruft und den Hörer oder Leser zu einem kurzen Innehalten und Verweilen bei der Sprache selbst einlädt, ist es Ausdruck sprecherseitiger Kreativität und metasprachlichen Bewusstseins. Dabei ist das Wortspiel durch die Strukturen der (Einzel-)Sprache bedingt, gleichzeitig beinhaltet es aber auch ein Potential der Überschreitung der Grenzen der (Einzel-)Sprache, durch sprachliche Innovation und – im Falle mehrsprachiger Wortspiele – durch Sprachmischung, so dass sich auch Rückwirkungen auf die Strukturen der Sprache ergeben können. Unser Ziel ist es, die sich im Wortspiel zeigenden dynamischen Tendenzen in einer interdisziplinären Perspektive zu analysieren, wobei Sprachkontakt, sprachliche Kreativität und Sprecher-Hörer-Interaktion drei zentrale Reflexionslinien darstellen. Insbesondere sollen Querverbindungen zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft aufgezeigt werden; ergänzend werden kultur- und medienwissenschaftliche Perspektiven einbezogen. Die Analysen alltagssprachlicher und literarischer Manifestationen des Wortspiels in unter­schiedlichen Epochen, Kommunikationssituationen, Gattungen / Diskurstraditionen und Verwendungskontexten zeigen die große Bedeutung des Phänomens auf.

 

Mitglieder:

Dr. Pauline Beaucé (Nantes)

Dr. Georgia Christinidis (Universität Rostock)

Prof. Dr. Barbara Frank-Job (Universität Bielefeld)

PD Dr. Bettina Full (Universität Bamberg)

Dr. Maik Goth (Ruhr-Universität Bochum)

Dr. Bettina Kluge (Universität Hildesheim)

Dr. Sebastian Knospe (Universität Greifswald)

Dr. Michelle Lecolle (Université de Lorraine, CREM, Metz)

Dr. Alexander Onysko (EURAC Bozen/Universität Klagenfurt)

Prof. Dr. Alain Rabatel (Université de Lyon 1/ICAR, CNRS, Université Lumière-Lyon 2, ENS-Lyon)

Prof. Dr. Monika Schmitz-Emans (Ruhr-Universität Bochum)

Dr. Verena Thaler (Universität Mannheim)

Dr. Esme Winter-Froemel (Universität Tübingen)

Dr. Angelika Zirker (Universität Tübingen)

 

Kooperationspartner (Stand Dezember 2013):

Prof. Dr. Dirk Delabastita (Université de Namur)

Prof. Dr. Hans-Martin Gauger (Universität Freiburg)

Prof. Dr. Dirk Geeraerts (KU Leuven)

Dr. Sophie Milcent-Lawson (Université de Lorraine, CREM, Metz)

Prof. Dr. Françoise Rubellin (Nantes)

Prof. Dr. Jean-François Sablayrolles (LDI/Université de Paris 13)

Dr. Yoko Tawada (Berlin)

Dr. Eline Zenner (KU Leuven)

 

Zur Homepage des Netzwerks

 

 

Das Wortspiel in der Sprecher-Hörer-Interaktion:

Alltagssprache und Literatur

Linguistisch-literaturwissenschaftliche Kooperation

Gemeinsam untersuchen Dr. Esme Winter-Froemel (Romanistische Sprachwissenschaft) und Dr. Angelika Zirker (Englische Literaturwissenschaft) in diesem Projekt Formen und Funktionen des Wortspiels in alltagssprachlichen und literarischen Verwendungen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Wortspiele – über ihre unterschiedlichen Funktionen in verschiedenen Kontexten hinaus, z.B. Unterhaltung, Komik, Verschlüsselung tabuisierter Inhalte, literarische Figurencharakterisierung – immer auch eine (implizite) metasprachliche Komponente beinhalten: Indem sie unterschiedliche Bedeutungen gleich oder ähnlich lautender sprachlicher Ausdrücke in Beziehung setzen, lenken sie die Aufmerksamkeit auf die Sprache bzw. den Akt der Kommunikation selbst. Hierdurch, sowie durch seinen kunstvollen Charakter, stellt das Wortspiel ein genuines Schnittstellen-phänomen dar, durch das einerseits Merkmale literarischer Sprache in der Alltagssprache aufscheinen und andererseits linguistische Fragestellungen und Analyseinstrumente in der Literatur fruchtbar gemacht werden können.

Nähere Informationen: http://www.wortspiel.uni-tuebingen.de/

 

 

AKTIVITÄTEN

24.06.2013

WiT - Wortspiel im Theater: Yoko Tawada - Lesung und Diskussion

Das Spiel mit Sprache und Sprachen ist in der Alltagssprache wie auch in der Literatur allgegenwärtig. Über Komik und Unterhaltung hinaus lädt es auch dazu ein, über die Sprache oder den Akt der Kommunikation selbst nachzudenken. Dies wird in den Texten Yoko Tawadas besonders deutlich, in denen verschiedene Sprachwelten in Kontakt zueinander treten, so dass scheinbar Bekanntes spielerisch hinterfragt wird.

 

07.03.-09.03.2013

Internationale Tagung / International Conference / Colloque international

Wordplay and Metalinguistic Reflection – New Interdisciplinary Perspectives /

Les jeux de mots et la réflexion métalinguistique – nouvelles perspectives interdisciplinaires

Eberhard Karls Universität Tübingen, 7-9 March 2013 / 7-9 mars 2013

 

08.03.2013

WiT - Wortspiel im Theater: Andrew French & Phillip Breen

 

06.03.2013

WiT - Wortspiel im Theater: Christian Hirdes

Universität Tübingen, Brechtbautheater

 

21.11.2012

Vortragsabend: "Les Jeux de Mots - Mit Worten spielen", mit Vorträgen von Prof. Dr. Hans-Martin Gauger  und Alfred Gilder, Moderation: Esme Winter-Froemel und Angelika Zirker (in französischer Sprache) (in Zusammenarbeit mit dem Institut culturel franco-allemand, Tübingen, und der GRK-Initiative  "Ambiguität").

 

 

THEMENBEREICHE

Lehrveranstaltungen

Forschung

Publikationen

Vorträge

Kontakt

Wordplay / Jeux de mots