Beil

Abb. 21 Ara des Cn. Calpurnius Verus. Ausschnitt. Gefunden 1897 im Kastell Koblenz-Niederberg. (Espérandieu 1931, 6 a; CIL XIII 7735). Darstellung eines (Opfer-) Beiles (securis, ascia) mit vertikal zum Holm stehender Schneide und quadratischem Nacken. Die Länge des im Querschnitt runden Holms beträgt ca. das Doppelte der Länge des Beilkörpers. Es handelt sich offenbar um eine securis. Dieses Wort bezeichnete ursprünglich das römische Liktorenbeil, mit dem bis zur Zeit der Republik die Enthauptungen vollzogen wurden. Die Form und der Gebrauch erinnern an das Opferbeil, welches zur religiösen Schlachtung von Tieren Verwendung fand. Auch im Fleischerhandwerk wurden ähnliche Beilformen gebraucht. - Breite des Altars 71 cm, Höhe 62 cm, Tiefe 37 cm; weißer Kalkstein. Anfang des 2. Jahrhunderts.

Aufbewahrungsort: Bonn, Rheinisches Landesmuseum (Inv. Nr.: E 43/44)

Photo: Rhein. Landesmuseum Bonn (Nr. 6 412).

 


philipp.filtzinger@uni-tuebingen.de

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