Netzlaufwerk

 

 

A. Verzeichnisfreigaben

Wenn man sich das erste Mal mit den Sicherheitssystemen von Windows NT/2000 für Dateien und Verzeichnisse beschäftigt, dann ist das Ganze etwas verwirrend, da verschiedene Ebenen der Zugriffskontrolle unterschieden werden müssen.

Um an einem PC lokal auf eine Datei zugreifen zu können, benötigen Sie die

  1. Zugriffsberechtigung auf Verzeichnisebene und die
  2. Zugriffsberechtigung auf Dateiebene.

Wollen Sie auf die gleiche Datei über das Netzwerk zugreifen, müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Das Verzeichnis muss freigegeben sein und sie benötigen die
  2. Berechtigung für das freigegebene Verzeichnis.

 

Grundvoraussetzung für den Zugriff auf ein Verzeichnis über das Netzwerk ist dessen Freigabe. Hierzu muss für das Verzeichnis, auf das ein Benutzer über das Netzwerk Zugriff erhalten soll, eine Freigabe eingerichtet werden.

Dazu wählt man im Explorer den freizugebenden Ordner aus und klickt in der Menüleiste „Datei-Eigenschaften“. In der Registerkarte „Freigabe“ kann nun der Ordner freigegeben werden und ein Freigabename, z.B. „Diplomarbeit“ eingetragen werden. Der dort verwendete Freigabename wird später zur Herstellung der Netzlaufwerkverbindung benötigt.

Beschränken Sie bitte aus Sicherheitsgründen die Freigabeberechtigungen so weit wie möglich. (Allgemeine Berechtigungen wie „Jeder“ sollten entfernt werden und dafür benutzerbezogene Berechtigungen erstellt werden).

Weitere Sicherheit wird erreicht, indem in der Registerkarte „Sicherheitseinstellungen“ ebenfalls allg. Berechtigungen entfernt werden.

 

 

B: Verbinden des Netzlaufwerkes von einem beliebigen PC aus:

Hierfür benötigen Sie 2 Informationen:

  1. Wie heißt der Computername, auf den sie zugreifen wollen?
    Computername= (Hostname).(DNS-Suffix), z.B. pisoz01.pi.uni-tuebingen.de
    Entweder Sie wissen bereits wie der Computer heißt (an fast allen Computern ist inzwischen ein Schild angebracht mit dem Hostnamen) oder Sie ermitteln den Hostnamen (z.B. pisoz01) mit dem Befehl „cmd /k hostname“ unter „Start-Ausführen“.
    Der Hostname wird mit dem DNS-Suffix „.pi.uni-tuebingen.de“ erweitert, der komplette Computername lautet dann: z.B. pisoz01.pi.uni-tuebingen.de
  2. Wie ist der Name der Freigabe, auf die Sie zugreifen wollen?
    Diesen Namen haben Sie beim Einrichten der Freigabe verwendet, z.B. „Diplomarbeit“, siehe oben.

 

Konkret gehen Sie wie folgt vor:

Im Explorer Menü „Extras – Netzlaufwerk verbinden“ wählen. Der dort unter der Bezeichnung „Laufwerk“ eingetragene Laufwerksbuchstabe kann beibehalten oder verändert werden. Unter der Bezeichnung „Ordner“ werden 2 Backslash (\\) gefolgt vom Hostname, einem weiteren Backslash und dem Freigabenamen eingetragen,

\\Computername\Freigabename,  z.B. \\pisoz01.pi.uni-tuebingen\users

 

Zu beachten ist, dass bei der Verbindung das aktuell verwendete Konto benützt wird. Fehlt unter diesem Konto eine der 3 (!) Zugriffsberechtigungen auf das zu verbindende Laufwerk, muss ein anderes Konto angegeben werden:
Bei Windows 2000: „Verbindung unter anderem Benutzernamen herstellen“ anklicken und Konto eintragen.
Bei Windows NT: Der Explorer fragt selbständig nach einem anderen Konto nach.

 

Bemerkung: Anstelle des Computernamens kann auch die IP-Adresse verwendet werden. Sie erfährt man über „Start – Ausführen“ und dann den Befehl „cmd /k ipconfig /all“ eingeben.